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Das gesamte Team der Volkshochschule

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Im Interview mit Ursula Engel

Jahrgang:
1961

Das macht mir immer gute Laune:
Menschen die auch gute Laune haben, die über sich selbst lachen können, die lustig sind. Herrlich!

Mein Lieblingsspruch:
Glaub nicht alles was du denkst.

Was bei mir nie fehlen darf:
Cappuccino am Morgen. Vor dem ersten Kaffee: Klappe halten!

Hier geht es zu meinem Bildungsurlaub:
40105 - Ausgeglichen statt ausgebrannt mit Yoga und Mental Coaching - Perspektivenwechsel mit den 4 Fragen und den Umkehrungen von "THE WORK" nach Byron Katie

Du praktizierst selbst schon sehr lange Yoga – in welchem Moment kam für Dich die Entscheidung, Yogalehrerin zu werden?

Ich bin Ursula Engel | Foto: Ursula Engel

Meine erste Yogaerfahrung liegt ca. 35 Jahre zurück. Damals war das so, als würde man zu einem „konspirativen“ Treffen gehen. Heute ist es ja eher „schick“, Yoga zu machen.
Ich hatte früher einen Reiterhof und habe dort Workshops mit Führungskräften und Pferden angeboten. Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen – insbesondere Führungskräfte - ab dem Kopf kein Körpergefühl hatten, weshalb es ihnen schwerfiel, Zugang zu ihrer Intuition zu finden.

Tauchten Herausforderungen auf, waren sie schnell „im Kopf“.
Da kam ich auf die Idee: „Lasst uns mal zusammen Yoga machen“!
Daraufhin habe ich meine Yogaausbildung gestartet. Schließlich gefiel es mir so gut, dass ich mehr und mehr Fortbildungen besucht habe, um den Körper besser verstehen zu können, den Menschen einfacher lesen zu können. Denn es geht ja darum: was biete ich den Menschen an, welche Übung, welche Herangehensweise?
Das muss individuell passen.


Die Coaching-Methode von Byron Katie „The Work“ – was macht sie aus, was ist an dieser Coaching-Methode so besonders?

Was sie ausmacht ist, dass ich ĂĽber die gezielten Fragen mit Leichtigkeit einen Zugang zu der Person bekomme, mit der ich die Coaching-Session habe.
Ganz wichtig ist auch: die Fragen lassen sich nicht ĂĽber das Kognitive, das Verstehen beantworten – zumindest nicht, wenn man wirklich etwas verändern möchte. Es ist also mehr ein meditativer Prozess, während die Frage beantwortet wird. Beim Beantworten
der Fragen kommst du ins Spüren Deines Körpers. Du brauchst Deinen Körper, um Deinen Veränderungsprozess anzustoßen.


Auf Deiner Website steht, dass Dein Fokus darauf liegt, Frauen in Veränderungsprozessen zu unterstützen.
Magst Du dazu was sagen?

Grundsätzlich arbeite ich viel mit Frauen, die in der Lebensmitte stehen. Mir ist aufgefallen, dass Themen der Veränderung besonders hier entstehen. Das Thema Veränderung als solches hat vielleicht auch eine 25-Jährige, aber um die Lebensmitte herum, gestalten
sich Veränderungsprozesse häufig schwieriger. Frauen haben dann einen gewissen Grad an Reife und Entwicklung – auch spirituell – erreicht und es ist ihnen durchaus bewusst, dass Veränderungen Sinn ergeben. Jedoch sind die Rahmenbedingungen etabliert oder auch festgefahren und das verhindert, dass man nicht so „locker flockig“ mit Veränderungen umgeht.

Die Methode „The Work“ bietet sich hier gut an, da sie uns dabei unterstützt aus alten Mustern auszubrechen, festgefahrene Glaubenssätze loszulassen und Schritte vorwärts zu gehen – auch und gerade wenn man so gar keine Idee hat, wo es langgehen könnte.


Du bist selbst in dem Alter deiner Klientinnen – hast Du das Gefühl das auch für Dich immer wieder Veränderungsprozesse anstehen oder bist Du „angekommen“?

Den größten Veränderungsprozess habe ich vor ca. 10 Jahren erlebt, dieser riss mir den Boden unter den Füßen weg. Obwohl ich
über viele Werkzeuge verfügte, ging für mich besonders mit „The Work“ ein Tor auf. Mental und auch körperlich.
Wir leben in einer Welt, die sich sehr stark verändert. Hier braucht es stets Strategien, um sich selbst nicht zu verlieren und stabil zu bleiben.Ich hinterfrage immer wieder meine Gedanken und wenn ich mal das GefĂĽhl habe festzustecken, dann rufe ich meine Kollegin an und bitte sie, mich durch den Prozess von „The Work“ durchzufĂĽhren. Es hört ja nie auf, dass wir mit Themen konfrontiert werden, die uns „triggern“. â€‹â€‹â€‹â€‹â€‹â€‹â€‹FrĂĽher haben mich Dinge aufgeregt, die es heute nicht mehr tun. Ich reagiere immer noch darauf, nur habe ich gel-ernt damit umzugehen, was das Leben sehr erleichtert. Das ist auch körperlich spĂĽrbar und Yoga hilft hier natĂĽrlich auch.


Was liebst du an deiner Arbeit besonders

  • Ich treffe immer wieder neue Menschen und mit ihnen neue Herausforderungen. Ich mag Menschen einfach. Wenn das nicht so wäre, könnte ich den Job nicht machen.
  • Ich liebe die Flexibilität in meinem Leben – die verschiedenen Einsätze.
  • Dass die Menschen mit denen ich arbeite in relativ kurzer Zeit einen Impuls bekommen, der ihnen hilft, Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Was immer sie dann damit machen. Durch den Impuls erhalten Sie mehr Klarheit, lernen sich selbst besser kennen.
    ​​​​​​​Das finde ich toll und macht mir Freude.