Kalender
« » October

 YOUTUBE-KANAL


 YOUTUBE-KANAL

  Kontakt

Karten & Vorverkauf
Tel.:0 61 42 / 83 26 30
Fax.: 0 61 42 / 1 68 94

Team

Kultur & Theater
Tel.:0 61 42 / 83 27 84
Fax.: 0 61 42 / 83 27 86


Das gesamte Team von
Kultur & Theater

mehr


staffelübergabe​ 

staffelübergabe

Das Foto zeigt einmal die scheidende und auch die neue Fraue im FSJ Kultur.

Staffelübergabe FSJ Kultur | Foto: Kultur123

Ein neues Gesicht am Theater Rüsselsheim

– Freiwilliges Soziales Jahr bei Kultur123


Mit Nele Riemer kommt eine neue engagierte Mitarbeiterin für das Freiwillige Soziale Jahr Kultur (FSJ Kultur) nach Rüsselsheim. Der Teilbetrieb Kultur & Theater des Eigenbetriebs Kultur123 Stadt Rüsselsheim, bietet ab September 2019 mittlerweile nun der achten FSJ-lerin die Möglichkeit, für ein ganzes Jahr in den Kulturbetrieb einzutauchen. Gleichzeitig geht für Esther Krause ein ereignisreiches Jahr am Theater Rüsselsheim zu Ende.


Anfang und Ende liegen dicht beieinander. Esther Krause wird wehmütig wenn sie an ihren bevorstehenden Abschied bei Kultur123 Stadt Rüsselsheim denkt: „Es fällt mir schwer zu gehen. Ich bin hier mit offenen Armen empfangen worden, habe mich gut ins Team eingefunden, einen Rhythmus bekommen und kann meine Aufgaben mit Freude erledigen. Wir sind wie eine Familie am Theater. Leicht fällt mir der Abschied nicht.“ Ein ereignisreiches Jahr beim Eigenbetrieb Kultur123 Stadt Rüsselsheim liegt nun hinter Esther Krause. So wie viele junge Menschen in Hessen hat auch sie ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur absolviert. Ihr neuer Lebensabschnitt führt sie nach Saarbrücken, wo sie Internationales Tourismusmanagement studieren wird. „Durch das FSJ bei Kultur123 bin ich erwachsen geworden.“ Für ihr FSJ in Rüsselsheim zog die Kasselerin nach dem Abitur aus ihrem gewohnten Umfeld und ihrem Elternhaus aus. In Mainz fand die 19 jährige ihren Platz in einer Wohngemeinschaft und erstmals ein Gefühl von Selbstständigkeit: „Meine anfängliche Unsicherheit ist verschwunden und ich bin selbstsicherer sowohl im Alltag, als auch in beruflichen Fragen. Am Anfang hatte ich kaum Erfahrungen mit Datenverarbeitungsprogrammen wie Word und Excel. Heute kann ich damit super arbeiten.“ Die junge Freiwillige machte Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen, begegnete spannenden Menschen und entdeckte ihre Stärken. Sie nahm maßgeblichen Anteil an der Organisation des kommenden jungen Theaterfestivals und akquirierte zusätzliche Mittel für verschiedene Veranstaltungen. So zum Beispiel für die szenische Lesung „Das Tagebuch der Anne Frank“, das im Rahmen des diesjährigen Jungen Theaterfestivals gezeigt wird.


Milena Wolf, zuständig für die jungen Formate im Teilbetrieb Kultur & Theater, koordiniert das FSJ bei Kultur123: „Wir betrachten das FSJ-Kultur als die Möglichkeit einer ganzheitlichen Erfahrung für die Freiwilligen. Unsere FSJ-ler*innen sind vollwertige Mitglieder in unserem Team und werden mit wichtigen Aufgaben betraut. Im Bereich Social Media sind sie uns mit ihrem wachen Blick eine super Unterstützung. Ins Erwachsenenleben zu starten beinhaltet aber nicht nur Berufliches. Es bedeutet auch einen eigenen Haushalt zu führen und sich das Leben in einer größeren Stadt, wie Mainz, anzueignen. Die jungen Erwachsenen lernen so sehr gut, sich selbst zu organisieren.“


Die Gelegenheit dazu bekommt ab diesem September nun auch Nele Riemer. Die 19-jährige aus dem Ruhrgebiet setzte sich gegen fünf weitere Bewerbungen durch. „Ich hatte gleich ein gutes Gefühl bei Nele.“, erzählt Milena Wolf. Das Bewerbungsverfahren koordiniert der Träger Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e. V. (LKB). „Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für Theater und Konzerte. Über das Online-Portal des LKB konnte ich meine persönlichen Interessen und die Bedingungen hier am Theater abgleichen. Alles hat gepasst, daher war mir kein Weg zu weit.“ Auch Nele Riemer zieht für das FSJ-Kultur in Rüsselsheim das erste Mal in eine Wohngemeinschaft in das nahegelegene Mainz. Unmittelbar in der malerischen Altstadt lokalisiert, freut sie sich auf den neuen Lebensabschnitt.


Die Bedingungen die Schule nach der 12. Jahrgangsstufe (G8) abzuschließen, stellt junge Menschen heutzutage vor große Herausforderungen. „In so jungen Jahren gleich zu wissen, wohin man im Leben will, ist natürlich eher selten. Da kommt ein Freiwilliges Soziales Jahr in dem sie sich ausprobieren und Erfahrungen sammeln können, gerade recht. Im FSJ bekommen junge Menschen bei uns die Chance Kulturarbeit mitzugestalten. Womöglich auch das erste Mal in einem richtigen Team zu arbeiten. Und vor allem, eigene kreative Ideen zu entwickeln.“ Denn ein wichtiger Punkt auf der FSJ-Kultur To-Do-Liste sei es, sich ein eigenes Projekt zu überlegen. Kultur123 profitiere sehr von den Ideen und Perspektiven der jungen FSJ-ler*innen. „Dieses Wissen setzen wir auch ein.“, erklärt Milena Wolf. „Gerade im Bereich Social Media können wir viel voneinander lernen. Nele Riemer wird im kommenden Jahr unsere Facebook-Beauftragte sein. Und unser neuer Jahrespraktikant, Rafail Karakassidis ist unser junger Spezialist in Sachen Instagram.“ Das Aufgabenfeld ist neben dem Eintauchen in spannende Kulturveranstaltungen breit gefächert: Text- und Lektor-Arbeiten, die Mitarbeit im Bereich Printmedien, sowie die Erstellung von Flyern und auch die Mitarbeit am Jahresprogramm bieten den FSJ-ler*innen umfangreiche Gelegenheiten ihre Fähigkeiten auszubauen. Die geballte Ladung an Erfahrungen und Wissen wird minutiös dokumentiert und den neuen Freiwilligen übertragen. Zusätzlich dienen spezielle Übergangstage zur Einarbeitung und zum Austausch. „Für Nele wird es eine ganz spannende Saison, denn das Theater feiert seinen 50. Geburtstag. Daher haben wir viel mit ihr vor.“, verrät Milena Wolf.


Eckhard Kunze, Leiter des Gesamtbetriebes Kultur123 Stadt Rüsselsheim, freut sich über die Förderung durch die Sparkassen-Stiftung Groß-Gerau: „Wir sind der Sparkassen-Stiftung und allen voran Anette Neumann, sehr dankbar, dass wir das Freiwillige Soziale Jahr Kultur nun seit 2012 uneingeschränkt anbieten können; diesen jungen Freiwilligen die Teilhabe an der Kulturarbeit zu ermöglichen.“ Die Sparkassen Stiftung Groß-Gerau finanziert einen Anteil der Kosten. Die FSJ-ler*innen erhalten  monatlich ein kleines Taschengeld, müssen jedoch die Fahrtkosten selbst tragen. „Auf politischer Ebene wäre daher die Überlegung einer Kostenübernahme des Hessen-Tickets unserer Auffassung nach dringend erforderlich. Denn dies würde eine große finanzielle Entlastung, sowie ein Zeichen der Wertschätzung der Leistungen dieser jungen Menschen bedeuten. Weitere Bundesmittel wären in diesem Fall ein positives Signal.“, so Kunze. „Ebenfalls wird in diesem Jahr das FSJ-Kultur vom Förderverein Theater Rüsselsheim unterstützt, darüber freuen wir uns sehr“, so Karin Krömer, Leiterin des Theaters. „Ohne den Förderverein wären viele Projekte und Vorhaben nicht möglich.“